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Was haben Pferde auf der Esel Webseite zu suchen?
Sie erweitern das Team.
Geplant waren sie genauso wenig, wie einst die Esel. Sie sind nicht weniger willkommen. Spielen aber noch keine Hauptrolle.

Kurz erzählt; Tierschutz im späten Herbst. Die Tage sind kurz, nass, kalt und dunkel. Da werden wir angefragt, ob wir nicht Freiberger retten möchten. Was für eine Frage. Unser Unternehmen hat sich per Satzung dazu verpflichtet freie Gelder zum Investment in förderwürdige Engagements zu verwenden, u.a. auch in den Tierschutz. Wir gucken mal. Reine Freiberger sind selten. So sehr, dass ihr Fortbestand durchaus gefährdet ist. Weltweit nur geschätzte 200 Ur- Freiberger Stuten zum Jahr 2022. Man unterscheidet nach Ur-Freibergern und Basis Freibergern. Gänzlich ohne Fremdeinflüsse sind die Ur-Freiberger, im Verlauf mit einem sehr niedrigen Anteil mit Fremdblut sind Basis Freiberger. Leichte Kaltblüter. Oder schwere Warmblüter.

Die einzige Schweizer Rasse wird von staatlicher Seite gefördert. Es gibt ein Prämiensystem. Zur Stärkung und zum Erhalt der Rasse. Demnach gibt es viele Fohlen.

Das ist gut! Wunderbar! Wichtig! Richtig!

Die Kehrseite ist, dass am Ende der Weidesaison die meisten Fohlen ein neues zuhause gefunden haben müssen. Passiert das nicht, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Züchter die Tiere nicht ins Leben verkauft. In der Schweiz ist Fohlenfleisch gängig. Und gut bezahlt. Ergo, bildhübsche, kerngesunde Fohlen sind vor Erreichung des ersten Lebensjahres schlachtgefährdet. Unvorstellbar. Und herzzerreißend. Aber wenn der Platz zur Aufzucht fehlt. Und wenn die Mutterstute wieder belegt ist und Kraft für das neue Fohlen braucht. Dann wird es eng.

Deswegen gibt es tolle Organisationen, die sich schwer ins Zeug legen, um alle Fohlen in die Vermittlung zu bringen. Ich frage beide an, ob ich deren Webseiten verlinken darf. Bis dahin bleibt die Angabe, wer genau hier aktiv ist, auf dieser Seite unbeantwortet. Man kann uns aber über die Kontaktfunktion ansprechen. Wir helfen gern, damit man sich findet.

Kurzum; Ende November 21. Nach der Anfrage, ob wir Fohlen übernehmen würden; Ich sah eine Stute. Verliebt. Aber ein Pferd allein geht nicht. Also zwei. Eine Stute sollte es sein. Nix zu machen. Es gab zu diesem späten Zeitpunkt nur noch Knaben. In der Überzahl. Die Seele fiebert mit. Guckt stündlich auf die Webportale, ob und wie sich der Vermittlungsstand verändert hat. Wieviele Gelder können wir loseisen, um Erwerb und Transport zu organisieren. Am liebsten mag man sie alle aufnehmen. Das geht natürlich nicht. Man muss sich entscheiden. Das haben wir getan. Mit Freude. Und schwerem Herzen gleichzeitig.

Am 10. Dezember 2021 kamen August und Eva an. Obwohl weder verwandt noch verschwägert; sehr ähnlich. Zwillinge quasi. Die sich auch direkt verstanden haben. Da frisch abgesetzte Fohlen nicht idealerweise sich allein überlassen werden sollen, haben wir eine Beistellstute gesucht und regional auch gefunden. Mit Beinschäden ausgemustert zum Reiten. Aber tragend. Ihr letztes Fohlen. Es wird nicht zu uns gehören, wenn die Zeit gekommen ist die Mutterstute zu verlassen. Aber erstmal wird es hier ankommen.

In einer hektischen Woche wurden Stall und Weideflächen gefunden. Zäune instand gesetzt. Und die Ankunft vorbereitet. Es war uzzeliges Wetter. Bitterkalt. Unangenehm. Aber Arbeit ist die wärmste Jacke. Wir hatten tolle Volontäre, die fleißig mit angepackt haben. Einer sogar aus der Schweiz, der Heimat unserer Schützlinge. Nun sind die Fohlen da. Wir sind happy. Sie wachsen und gedeihen. 2024 werden wir im Frühling mit der Arbeit beginnen und Reit- und Fahrpferde aus ihnen machen.

Und auch in 2022 werden zwei neue Fohlengeschwister ankommen. Geboren im Jahr 2022. Eine Stute und ein Hengst. Wiederum fast Zwillinge ;-) Ein bisschen Spleen ist eben auch dabei. Und diesmal waren wir die early Birds. Völlig unabhängig davon, fiebert man mit allen mit, die auch in diesem Jahr wieder vermittelt werden müssen. Wir sprechen konkret Menschen und Vereinigungen an und sind mit dem Herzen voll dabei.

Klares Ziel. Diesmal wird kein Fohlen vor seiner Zeit gehen. Die Hoffnung. Der Wunsch. Der Ansporn.

Irgendwann, werden diese Pferde als Team Mitglieder zur Verfügung stehen. Für Wanderritte. Oasen Auszeit und/oder assoziierten Engagements. Für und mit unserer Klientel. Wir geben dem Raum zu reifen. Und Herz und Verstand zur soliden Aufzucht und Ausbildung.

Anyway. Das Herz schlägt FREIberger. Wir sind infiziert.